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Vegetarische Ernährung für alle?

1. März 2009

Frau Holle verweist in ihrem Blog auf ein Interview mit Alexander Dargantz mit der Zeitschrift Schrot & Korn. Auf zwei Aussagen in diesem Interview will ich im folgenden näher eingehen. Zum einen ist er der Meinung, dass er mit seiner veganen Lebensweise der Evolution vorgreift. Mal abgesehen davon, dass ich nicht vorstellen kann wo im Darwinschen Sinne der Vorteil einer vegetarischen oder sogar veganen Ernährung gegenüber den Fleischessern bestehen soll und ich meine auch schon Aussagen von Wissenschaftlern gehört zu haben, dass uns der Verzehr (auch) von Fleisch entwicklungsgeschichtlich erst zu dem gemacht hat, was wir heute sind, steckt in einer solchen Aussage ein sehr starkes Sendungsbewusstsein. Er fühlt sich offenbar einer Elite zugehörig, denn immerhin weiß er ja in welche Richtung sich die Evolution des Menschen entwickeln wird. Hoffentlich weiß die Evolution das auch.

Wenn man die Evolution mal aus dem Spiel lässt, bleibt die Feststellung von A. Dargatz, dass eine massenhafte vegane Ernährung über kurz oder lang zwangsläufig ist, weil die Massentierhaltung in ihrer heutigen Form durch ihre Umweltverschmutzung zur ökologischen Katastrophe führt. Nun ist es zweifellos richtig, dass Massentierhaltung auch ökologisch sehr problematisch ist. Wie aber verhält sich das bei der Erzeugung der Grundlagen der veganen Ernährung? Vermutlich weit über die Hälfte der Weltbevölkerung ernährt sich hauptsächlich von Reis. Der Reisanbau ist neben der Rinderzucht eine wesentliche Quelle für die durch den Menschen verursachten Methanemissionen. Methan ist neben Kohlendioxid ein wesentliches Treibhausgas und trägt somit in erheblichen Maße zur durch den Menschen verursachten Erderwärmung bei. Aus diesem Blickwinkel müsste man also besser heute als morgen auf die Rinder- und Reisproduktion verzichten. Während ich mir das für die Rinderzucht durchaus vorstellen kann, fehlt mir die Fantasie mir vorzustellen, was die Menschen für die Reis das Grundnahrungsmittel Nummer eins ist, statt dessen essen sollen. Dass sich das Problem noch einmal deutlich verschärft, wenn weltweit überhaupt kein Fleisch mehr gegessen wird, ist sicher auch klar.

Ich wage die (vielleicht etwas provokante) These, dass Vegetarismus und erst recht eine vegane Lebensweise in erster Line eine Modeerscheinung wohlstandsverwöhnter (West-) Europäer ist. Warum? Um sich bewusst für eine vegetarische oder vegane Ernährung entscheiden zu können, muss man erstmal die Wahl haben. Die haben Milliarden Menschen jedoch nicht. Sie sind wenn überhaupt, gezwungener Maßen Vegetarier oder Veganer, weil sie einfach keine Möglichkeit haben Fleisch zu essen. Wahrscheinlich würden sie die Diskussion mit Unverständnis verfolgen, eben weil sie völlig außerhalb ihrer Vorstellungskraft liegt.

Natürlich ist eine bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Ernährung wichtig. Wenn der Einzelne dabei zu einer vegetarischen oder veganen Ernährung kommt, ist das gut. Das macht sie jedoch weder zu besseren Menschen, noch greifen sie damit der Evolution vor, wie A. Dargatz meint. Genauso gibt es nähmlich andere Möglichkeiten, sich gesund zu ernähren. Ich versuche z.B. weitestgehend biologisch erzeugte Lebensmittel zu kaufen. Das entspricht dann durchaus auch meinen Vorstellungen von Ethik in diesem Bereich. Denn natürlich gibt es auch eine artgerechte Haltung. Für die heutigen Haustierrassen, die die Grundlage der menschlichen Ernährung bilden, gibt es kein Leben in der freien Natur. Ob man jedoch z.B. einen Löwen im Zirkus oder Tierpark artgerecht halten kann, glaube ich nicht. Deshalb gehe ich übrigens auch in keinen Zirkus, der Tierdressuren zeigt.

Ach ja, weil das unter anderem in der Diskussion zu dem Interview eine Rolle spielt. Ich glaube durchaus, dass man mit veganer Ernährung Spitzenleistungen im Sport erreichen kann, warum auch nicht? Aber darum ging es mir in meinem Beitrag ja auch nicht.

Überrascht

1. März 2009

war unsere Katze, als ich plötzlich die Kamera vor die Nase hielt. Herausgekommen ist dieses Bild.

Katzenportait

So allmählich fange ich an, die EOS zu verstehen.

Im Kuchenblock bei der Schnittchenfraktion

28. Januar 2009

Wenig schmeichelhaft, wie der geneigte Fan des Hamburger Sportvereins die Besucher eines Fußballspiels bezeichnet, die Karten für die Business Seats haben. Ich glaube auch nicht, dass da Neid im Spiel ist, für einen echten Fan ist es sicherlich das Größte, sich 2 Stunden in der Kälte für seinen Verein auf einer zugigen Tribüne die Beine in den Bauch zu stehen. Aber für einen Gelegenheitszuschauer wie ich einer bin, ist ein gepolsterter Sitz wahlweise mit einer wärmenden Decke und einer gastronomischen Rundumversorgung vor, während und nach dem Spiel ganz nett.

Franky, der in diesem Blog schon durch den einen oder anderen launischen Kommentar aufgefallen ist, hatte für das gestrige Pokalspiel des HSV gegen die Münchner Löwen ein paar Karten besorgt und neben mir noch zwei weitere Geschäftspartner eingeladen. Da ich den Tag über in Hannover zu tun hatte, übernahm ich den Taxidienst und sammelte alle Beteiligten auf dem Rückweg nach Hamburg ein. Ziel war es, etwa gegen 17:00 Uhr im Stadion zu sein, damit genug Zeit bleibt, sich vor dem Spiel durch das Buffet zu arbeiten. Allerdings erwies sich die Durchführung dieses Plans als ziemlich schwierig, weil aus mir unbekannten Gründen verschiedene Zufahrtsstraßen zum Stadion gesperrt waren und das Wedeln mit den „VIP“-Tickets bei der Polizei (immerhin mein Freund und Helfer) keinen besonderen Eindruck hinterließ. Irgendwann hatten wir es aber dann doch geschafft und zum Ausgleich durften wir praktisch auf dem Rasen parken, so dass wir noch etwa eine Stunde Zeit hatten um dafür zu sorgen, dass wir nicht verhungerten.

Das Stadion war zwar nicht ausverkauft aber doch gut gefüllt. Die Fans sorgten für gute Stimmung, auch ein paar hundert Münchner hatten die lange Reise auf sich genommen, ihrer Mannschaft in Hamburg beim Verlieren zuzuschauen ;-) Als Mitte der ersten Halbzeit immer noch kein Tor gefallen war dämmerte es mir, dass dies hier ein Pokalspiel war, es also im schlimmsten Fall mit Verlängerung und Elfmeterschießen zwar nicht unbedingt bis zum Morgengrauen aber doch bis Mitternacht gehen konnte. Da ich schon seit um 6:00 Uhr unterwegs war, wünschte ich ab dem Moment nichts sehnlicher als dass nun bald ein Tor fallen möge. Nun ja, das Ergebnis ist ja bekannt, das Spiel endete 3:1.

Die Zeit während des Spiels nutzte die Catering Crew, um das Buffet wieder aufzufüllen, so dass nach dem Spiel das Schlemmen weiter gehen konnte. Nach der Pressekonferenz wurde dann noch das Spiel der „großen“ Münchener übertragen und schließlich ging der Abend zu Ende. Schön war es und deshalb noch einmal einen herzlichen Dank an Franky für die Einladung.

Neujahrslauf

1. Januar 2009

Der Lauf am Neujahrsmorgen gehört für mich schon seit ein paar Jahren dazu. Möglichst früh und möglichst alleine. Heute bin ich zwar erst kurz nach 10:00 Uhr losgekommen aber das war offenbar immer noch früh genug, um kaum jemanden zu begegegnen. Das Wetter war traumhaft, es war windstill und die Sonne bahnte sich nach 5 km einen Weg durch die Wolken. Nach 13 km und 1:08 h war ich wieder zu Hause. So kann es weiter gehen.

Den heutigen Nachmittag haben wir dann für einen Strandspaziergang genutzt. Zwar waren wir nicht die einzigen, die diese Idee hatten aber trotzdem war es sehr schön, eben vor allem deshalb weil kein Wind wehte. Nun werde ich noch ein wenig arbeiten.

Rückblick

25. Dezember 2008

Das war es also, das Jahr 2008. Läuferisch gesehen eher durchwachsen. Am Anfang lief es noch ganz gut aber dann gab es ziemlich lange Phasen, in denen fast gar nichts lief. So sind es insgesamt in diesem Jahr nur etwas über 2000 km geworden, immerhin fast 500 km weniger als im letzten Jahr. Über die Wettkämpfe und den dort erreichten Zeiten schweige ich lieber, am besten waren noch die 10 km Landesmeisterschaften, wo ich zwar die 40 min nicht knacken konnte aber trotzdem eine ganz gute Zeit lief. Alles andere war eher zum davonlaufen.

Wo also ist die Zeit geblieben, die ich im vergangenen Jahr noch ins Training gesteckt habe? Nun, im wesentlichen war da die Arbeit. Wirtschaftlich war es ein sehr gutes Jahr, da kann ich sehr zufrieden sein. Der Dezember war zwar etwas ruhiger aber so konnte ich endlich mal ein paar Prüfungen ablegen. Das hatte ich mir schon lange vorgenommen, aber eben nie geschafft. Vielleicht gelingt es mir ja im nächsten Jahr wieder etwas besser die Balance zwischen dem doch recht zeitaufwendigen Laufen, der Arbeit und den anderen wichtigen Dingen zu finden. Los geht es hoffentlich mit dem Halbmarathon in Kiel Ende Februar. Da war doch was mit 4 Sekunden oder so ;-)

Allen Lesern hier wünsche ich einen Guten Rutsch und ein erfolgreiches Neues Jahr!

Ein Lebenszeichen

22. November 2008

Ja, ich lebe noch und manchmal laufe ich sogar ;-) Nicht so viel, wie gut für mich wäre und schon gar nicht genug, um es Training zu nennen aber immerhin. Vor ein paar Wochen hatte ich sogar mal meine Kamera dabei, um ein paar Bilder hier reinzustellen (unter anderem wollte ich den hier lesenden Stadtmenschen mal zeigen, wie Rapsfelder um diese Jahreszeit aussehen).

Aber dann passierte es. Wie aus dem Nichts wurde der Bildschirm meines Laptops schwarz und blieb es auch. Mit Mühe und Not und einem zweiten Bildschirm gelang es, einige noch nicht gesicherte Daten zu retten. Die Bilder waren nicht dabei. Also gibt es auch keine.

Auf dem Weg zu meinem neuen Notebook holte mich dann die aktuelle Finanzkrise ein, der Händler meinte Leasing ist nicht, Finanzkrise eben. Ist vor allem unter steuerlichen Aspekten nicht so schön.

Die Tage sind gut ausgefüllt und so laufe ich vor allem am Wochenende und wenn mir Abends in der Woche etwas Zeit bleibt, fahre ich ein bisschen auf dem Hometrainer, damit ich wenigstens etwas getan habe. Heute bin ich übrigens bei strahlendem Sonnenschein und einem doch recht kräftigen Wind 10 km direkt an der Ostsee gelaufen – Schön war’s!

Es passt gerade so gut

26. August 2008

Woran erkennt man, dass man ein Langstreckenläufer ist. Auf der Seite von Roger Kaufmann ist die Aufzählung noch viel länger, ich habe mal einige Punkte zitiert, die auf mich zutreffen.

  • … du auf die Frage nach deinem Alter mit M40 antwortest
  • … dich jemand fragt, wie lange dein heutiges Training sein wird, und du antwortest: Zwei bis drei ………… Stunden!
  • … du „20 Kilometer“ und „lockeres Training“ in demselben Satz verwendest.
  • … dich beim Training jemand überholt und du dir einredest: Der macht wohl nur 10 Kilometer.
  • … deine Trainings dadurch begrenzt sind, wieviel Zeit du hast, und nicht wie weit du zu laufen im Stande bist.
  • … du vom Laufen träumst.
  • … du nie mehr Pyjamas kaufst, weil du nachts deine Finisher-T-Shirts trägst.
  • … du trotz eines Gewitters zwei Stunden laufen gehst, und es richtig geniesst, nass und dreckig zu werden, und durch die Bäche zu laufen, die einst Fusswege waren.
  • … du im Sommer bei einsetzendem Regen jubilierst und spontan deinen Trainingslauf verlängerst.
  • … sich deine Frau/dein Mann keine Sorgen um dich zu machen braucht, wenn es zwei Stunden her ist, seit du das Haus zum Joggen verliessest.
  • … du denkst, ein Marathon sei einfacher als ein Halbmarathon, weil du da nicht so schnell loszulaufen brauchst.
  • … du es als natürlich empfindest, dein „Geschäft“ im Wald hinter einem Baum zu verrichten.
  • … deine Füsse Ähnlichkeiten mit Rohleder haben.
  • … die Anzahl deiner Zehen nicht mit der Anzahl deiner Zehennägel übereinstimmt.
  • … dein Pedicure-Set eine Zange beinhaltet.
  • … deine Füsse ohne Zehennägel besser aussehen.
  • … du immer mindestens einen schwarzen Zehennagel hast.
  • … du deine Zehennägel nicht anzumalen brauchst; sie haben sowieso schon unterschiedliche Farben.
  • … dir keiner mehr glaubt, wenn du „nie wieder“ sagst.
  • … die Kollegen am Arbeitsplatz dich für viel besser in Form halten als du dich selber.
  • … du auch tatsächlich viel fitter bist, als du selber glaubst.
  • … du Arbeit als Pause zwischen den Läufen betrachtest.
  • … du ein halbes Pfund Spaghetti verdrückst und nach einer Stunde wieder Hunger hast.
  • … du dir auf der Autobahn beim Anblick der Distanzangaben überlegst, wie lange du für diese Strecken zu Fuss bräuchtest.
  • … du mit deiner Familie einen Nationalpark besuchst, entdeckst, dass zwischen eurem momentanen Standort und dem nächsten Ort, den ihr besuchen wollt, zwar 75 Kilometer mit dem Auto, aber nur 20 Kilometer zu Fuss liegen, und denkst: Hmmm…
  • … du dein Lauf-Shirt nach dem Kriterium auswählst, wieviel Glück es dir bisher gebracht hat.
  • … du dir einen ganzen Marathon im TV ansehen kannst ohne dich zu langweilen.
  • … du dich an sämtliche Zeiten all deiner Rennen erinnern kannst, den Hochzeitstag aber jedes Jahr vergisst.
  • … du Internetseiten über’s Laufen machst.
  • … du diese Seite liest und dich wunderst, warum das komisch sein soll.

 Ja, so ist das wohl!

Rosengarten

19. Juni 2008

Es ist ja schon fast Sommer und trotz der nun schon wochenlang dauernden Trockenheit blühen unsere Rosen wieder schön wie jedes Jahr. Hier ein paar Eindrücke.

Fast wie Urlaub

3. Juni 2008

war es heute. Ende letzter Woche hatte ich das Fahrrad von H. nach Lütjenburg in die Werkstatt gebracht und heute wollte ich es wieder abholen. Also so gegen 10 Uhr losgelaufen, das sind zwar bloß gut 6 km aber einen Umweg zu laufen, damit ich wenigstens auf eine zweistellige Zahl käme, dazu hatte ich auch keine Lust. Eine halbe Stunde später war ich auch schon in der Werkstatt meines Vertrauens, nur leider stellte sich heraus, dass an dem Rad noch nichts passiert war.

Bei dem Rad handelt es sich um ein Hollandrad, also von der Geometrie her denkbar ungeeignet, um einigermaßen problemlos die hiesigen Hügel hochzukommen. Um die Sache wenigstens etwas zu erleichern, sollte ein größeres Ritzel montiert werden, also keine große Sache. Als ich so in meinen Laufklamotten beim Radhändler ankam fiel dem ein, dass er ja gestern auch versucht hatte, eine Runde zu laufen. Aber er hätte so viele Fragen, wüßte nicht, was er anziehen soll, welche Schuhe die besten sind, wie schnell und auf welchem Untergrund er laufen müsste. Irgendwie fühlte ich mich an ein gewisses Forum erinnert ;-) Entsprechend fiel auch mein Rat aus :-)

Damit der gute Mann nun in Ruhe mein Rad zusammenbauen konnte, drehte ich noch eine kleine Extrarunde und gönnte mir zum Schluss ein Eis. Dann schwang ich mich aufs Rad und radelte die 6 km nach Hause. All das bei herrlichem Sonnenschein. Nun sitze ich wieder hier in meinem Arbeitszimmer vor meinen zwei Rechnern und den drei Bildschirmen. Aber heute Abend geht es noch einmal an den Strand – mit dem Rad natürlich.

Nun ist es passiert

28. Mai 2008

Genau an dem Tag, an dem wir unser neues Auto (diesmal ein Diesel) abgeholt haben, kostete Diesel genauso viel wie das Benzin. Heute ist es sagar schon teurer. Ein bisschen ärgerlich ist das schon.