VicSystem

Da ja läuferisch im Moment bei mir nicht viel los ist, will ich die Gelegenheit mal nutzen, um etwas zu meinem Training aufzuschreiben.

Ich trainiere nach dem VicSystem. Dabei handelt es sich um einen internetbasierten Trainingsplan, für den der Schweizer Marathonmeister Victor Röthlin seinen Namen gegeben hat. Gegenüber anderen Trainingsplänen, die man für schmales Geld erwerben kann (Greif z.B.) bietet dieser Plan für mich einen großen Vorteil. Man kann nämlich seine Trainingstage individuell festlegen und das auch jederzeit ändern. Für mich ist das ideal, bin ich sehr viel unterwegs und kann in den seltensten Fällen zwei Wochen hintereinander an den gleichen Tagen laufen.

Ich sage dem Plan also meistens am Sonntag wann ich in der folgenden Woche laufen will und wann ich meinen langen Lauf machen möchte. Auf dieser Basis wird dann der Plan erstellt, der bei den 5 Einheiten, die ich meistens angebe, 2 Tempoeinheiten und 3 normale bzw. regenerative Einheiten enthält. Bei den Tempoeinheiten ist eigentlich immer ein Intervalltraining dabei und ein Tempodauerlauf, häufig nahe am geplanten Wettkampftempo.

 In der ersten Zeit habe ich immer die Wettkämpfe eingetragen, die ich auch tatsächlich laufen will. Da das meistens ein Marathon im Frühjahr und einer im Herbst ist, kamen bei 5 – 6 Trainingstagen ganz schnell regelmäßig zwischen 90 und 110 km pro Woche zusammen. Da ich das zeitlich natürlich nie hinbekommen habe, bin ich gemäß dem Plan also immer zu wenig gelaufen. Über diese Rückmeldung werden die Zielzeiten neu errechnet und da der Plan ja nie erfüllt wird, werden die ständig langsamer. Das ist auf Dauer natürlich ein bisschen frustrierend. Im Gegensatz zu anderen Plänen gibt man nämlich keine Zielzeiten an, sondern diese ermitteln sich aus den Voraussetzungen und dem laufenden Training.

Seit ungefähr einem Monat habe ich die Wettkampfziele geändert und einen Halbmarathon irgendwann im Juni angegeben. Jetzt passen die Umfänge auch wesentlich besser und da die Halbmarathonzielzeit ungefähr 2 Minuten unterhalb meiner aktuellen Bestleistung liegt, ist das Training auch fordernd. Wobei ich sagen muss, dass mich die Zielzeiten eher weniger interessieren.

Wichtiger ist für mich, dass ich eine Vorgabe bekomme, was ich an einem bestimmten Tag trainieren soll. Das könnte ich natürlich auch selbst machen. Aber abgesehen davon, dass mir für einige Sachen, wie z.B. einem Pyramidenlauf, die Phantasie fehlt und ich auf so etwas selbst gar nicht kommen würde, habe ich das in der Vergangenheit einfach nicht so strukturiert hinbekommen. Regelmäßig wird auch Ergänzungstraining eingebaut, wie etwa Laufschule. Auch da finde ich es einfach gut, einen Anstoß zu bekommen, selbst denke ich da einfach zu wenig dran.

Nun hoffe ich also, dass ich den Plan soweit verstanden habe, dass ich die Einstellungen für mich optimal vorgenommen habe und werde jetzt also zusehen, dass ich mich dieses Jahr an den Plan halte um mich dann an den wahnsinnigen Fortschritten zu erfreuen und die Jungs aus meinem Verein zu schockieren, wenn ich ihnen beim nächsten Wettkampf mühelos die Hacken zeige 😉

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3 Kommentare zu “VicSystem

  1. Wahrscheinlich wundern sich die Jungs schon früher, nämlich bei einem der langen Läufe, bei denen ihr Euch immer irgendwo trefft.
    Auf jeden Fall scheinst Du mit den Eingaben weniger Probleme zu haben, als „üblich“. Liegt vielleicht daran, dass Du dem System immer kurz vorher die Trainingstage sagst und nicht viel änderst und herumtestest. Ich finde es jedenfalls interessant und freue mich weitere Einträge darüber zu lesen, wenn Du berichten magst. Schönes Wochenende.

  2. Ich hab bisher auch viel Positives über das VicSystem gelesen.
    Vielleicht berichtest du ja noch irgendwann, dass das Training bei dir super wirkt.
    Ich persönliche finde, dass 100 € für einen einjährigen Trainingsplan schon recht viel sind. Auf die Monate runtergerechnet ist es sicherlich bezahlbar – aber kann man das nicht alleine erreichen? Zumindest teilweise?

  3. Sicher kann man das auch ohne kommerziellen Trainingsplan erreichen, im Moment habe ich aber einfach Lust zu schauen, was mit so einem Plan gehen kann (oder könnte, wenn man genug Zeit hat). Allerdings habe ich keine rechte Lust, mir über jede Einheit Gedanken zu machen. So schaue ich in den Plan und mache, was da steht.

    Ob 100 Euro viel oder wenig sind, hängt natürlich vom Gesamtbudget ab, das man zur Verfügung hat. Es könnte sein, dass mein Budget da etwas größer als deins ist ;-), jedenfalls finde ich 8 Euro im Monat für den Gegenwert mehr als angemessen.

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