Tempotraining – eine Entscheidungsfindung

Heute nun sollte mein wöchentliches Tempotraining stattfinden. Die Zeichen standen günstig, zwar bin ich erst gegen Mittag raus gekommen, dafür war es mit 15 Grad recht angenehm, die Sonne schien und der Wind hielt sich in Grenzen. Also sprach nichts dagegen, neben den neuen Sachen (die gestern gekommen sind) auch noch (vielleicht zum letzten Mal in diesem Jahr) meine Rennbrille mit dem getönten Gläsern aufzusetzen und so dem ganzen Unternehmen einen semiprofessionellen Anstrich zu verleihen.

Als ich noch ausgeruht am Schreibtisch saß, hatte ich mir 3 km einlaufen, 6 km Tempodauerlauf in der Gegend um 4:05 min/km und 3 km auslaufen vorgenommen. Kaum dass ich 500 m unterwegs war, kam mir das doch sehr verwegen vor und so beschloß ich, dass 4 km Tempo auch reichen müssten. Ich war noch keine weitere 500 m gelaufen, da hatte ich auch schon das Gefühl, dass das auch keine so gute Idee war. Was wenn ich durch dieses übertriebene Tempogebolze zu früh in Form (Form? Welche Form?) kommen würde? Der nächste ernsthafte Wettkampf soll doch erst Ende Februar sein. Also beschloß ich, 2 mal 2.000 m wären genau richtig, das wäre auch die logische Fortsetzung des letzten Tempotrainings, bei dem es über 4 mal 1.000 m ging. Noch etwas wurde mir hier klar: Es würde auf jeden Fall ein Tempotraining geben, egal wie!

Schließlich waren die 3.000 m einlaufen um und nun musste ich wohl ran, ob ich nun wollte oder nicht. Aber es ging schwer, sehr schwer! Nach 500 m hing nicht nur die Zunge, sondern schon die halbe Lunge aus dem Hals. Nach 1.000 m dachte ich, ok. 1.000 m sind gut, eine kleine Pause noch besser. Also in den Trab, leider waren die 500 m schnell rum und der ganze Spass fing von vorne an. Aber jetzt wurde es besser.

Insgesamt sind es dann 5 mal 1.000 m jeweils so um die 4 min geworden. Auch irgendwie eine logische Fortsetzung des letzten Tempotrainings. Nun bin ich diese Woche schon bei 35 km, so dass es insgesamt wohl fast 60 km werden. Scheint also eine gute Woche zu werden.

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6 Kommentare zu “Tempotraining – eine Entscheidungsfindung

  1. Bei meinen jährlichen Tempotrainings reduziert sich der Plan auch immer schon beim Warmlaufen. Über mehr als zwei Wochen habe ich selbst das noch nicht durchgezogen.
    Bei Deinen Zeiten kannst Du doch bestimmt noch dieses Jahr was kleines Laufen. Einen Silvesterlauf oder so…

  2. Da hinke ich 300 m hinter Dir diese Woche.
    Ich musste ein paar Mal richtig lachen bei Deinem Tempotrainingsbericht, Tschuldijung 😉 nicht schlecht so ein Kein-Trainingsplan. Lustig was einem so manchmal durch den Kopf geht und dann so kurzfristig um- und hin-und herge“plant“ wird.

  3. Haha – kommt mir bekannt vor.
    Aber wenn „es“ dann mal läuft, ist es doch umso schöner, nicht?

    Grüße
    Gerhard

  4. @Volki: Willkommen hier! Silvester bzw. den Sonntag davor werde ich wohl mit ein paar Lauffreunden einmal um den Selenter See laufen. Ende Oktober richtet unser Verein einen HM aus, da ist die Teilnahme natürlich Ehrensache. Die Strecke ist aber recht anspruchsvoll, also ankommen ist alles 😉

    @Michi: Ja, das ist schon lustig, vor allem weil mir das fast jedesmal so geht. Wenn ich es mir aber einmal vorgenommen habe, mache ich meistens auch irgendwas.

    @Gerhard: Wenn ich ganz ehrlich bin, finde ich das schönste am Tempotraining, dass es irgendwann vorbei ist. Ich frage mich immer wieder allen Ernstes, wie ich früher (als ich noch ein junger Mann war!) die 1.000 m noch über eine Minute schneller gerannt bin.

  5. Dieses stückweise Reduzieren des an sich höchst anspruchsvollen Intervalltrainings ist doch absolut üblich – und somit befindest Du Dich da in guter Gesellschaft.

    Will heissen: Es kommt mir alles so verdammt bekannt vor. Warmlaufen = 1. Müdigkeit, 2*1000 so einigermaßen. Und das war es dann auch schon motivationsmäßig. Der Rest ist ausserordentlich hart.

    Und die 1000er-Zeiten waren früher auch bei mir viel besser… 🙂

  6. Hey, vielleicht waer ein gleichwertiger Trainingspartner was fuer Dich… klar, einfacher gesagt als getan. Ich erinner mich noch an meine Tempo- und Intervalleinheiten, die ich wahrend meines Urlaubs in Daenemark alleine, bei Regen und natuerlich gabs auch heftig Gegenwind (zumnidest auf Teilstrecken) mahen musste/wollte – stand halt so im Trainingsplan. Ich hab’s zwar alles gemacht, aber nur Spass war das nicht…
    Ach, und wenn Du erst Ende Februar wieder einen wichtigen Wettkampf hast, dann starte doch erst im Januar mit den schnellen EInheiten… das muesste doch reichen…
    Gruss, Bodo

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