Training

Insgesamt gesehen habe ich in letzter Zeit sowohl am Umfang als auch an der Durchschnittsgeschwindigkeit meines Trainings geschraubt. So bin ich in der letzten Woche 80 km gelaufen und am Mittwoch 22 km mit einer Pace von unter 5 min/km. Das ist für mich keinesfalls mehr Wohlfühltempo, sondern ich würde es eher als intensiven Dauerlauf betrachten. Dass bedeutet, die Konzentration liegt beim Laufen, meine Umwelt nehme ich nur in so weit wahr, wie es in einer Stadt wie Leipzig notwendig ist, um nicht überfahren zu werden.

Konzentration also auf Atmung, Laufhaltung und Schrittfrequenz und immer wieder der Blick auf die Uhr, um das subjektive Körpergefühl mit der angezeigten Pace abzugleichen. Hin und wieder versucht sich die altbekannte Frage aufzudrängen, wie ich ein Tempo deutlich schneller als dieses in einem Wettkampf eine doppelt so lange Strecke durchhalten soll. Doch damit will ich mich heute nicht beschäftigen. Das Wetter meint es gut heute, es ist mild und ich laufe in kurz. Auf den letzten Kilometern erreiche ich fast mein Wunschmarathonrenntempo.

Heute habe ich dann spontan eine kleine Tempoeinheit eingeschoben. Noch nichts wirklich ernstes, also keine definierte Strecke (so was wie 2 x 5.000 m in 4:05 /km), sondern eher ein Fahrtspiel mit längeren Tempoeinheiten. Wenn man mal von dem HM in Kiel absieht, habe ich bisher ja noch kein Tempo trainiert, da will ich es beim ersten Mal nicht übertreiben. Ich beschließe also mit 2 x 2.000 m anzufangen. Bereits nach 200 m überkommt mich die Unlust, wohl auch weil ich zu diesem Zeitpunkt schon komplett alle bin. Mag sein, dass das mit einer etwas überzogenen Pace zusammenhängt, die laut FR irgendwo in einem Bereich zwischen 3:30 und 3:45 /km liegt. Außerdem kommt der Wind von vorne und es ist ziemlich kalt heute morgen. Also erst mal Päuschen. Als es den Hügel wieder runter geht beschließe ich, es noch einmal zu versuchen und es dabei etwas langsamer angehen zu lassen. Das klappt jetzt so einigermaßen. Zum Glück darf ich irgendwann umdrehen. Jetzt ist es natürlich einfacher, weil der Wind von hinten kommt und so beschließe ich, wenigstens mal 1.000 m am Stück schnell zu laufen.

Den Abschluß dieser Einheit bilden wieder gut 1.000 m im vermeintlichen Marathonrenntempo. Es wird bestimmt noch etwas wärmer werden in nächster Zeit und dann werde ich auch wieder richtiges Tempotraining machen. Für den Anfang fand  ich das heute gar nicht so schlecht.

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6 Kommentare zu “Training

  1. Wow, erstes Tempotraining ist immer ultrahart.. 😉 Stöber hier grad mal rum auf der suche nach einem Lauftreff und bin überrascht, wieviele Läufer es doch hier gibt. 🙂

  2. Ich glaube, beim ersten Tempotraining der Saison ist es auch für erfahrene Läufer schwierig, das richtige Tempo zu finden. Hat ja dann im zweiten Versuch prima geklappt! Und beim nächsten Mal wird’s noch besser, wenn der fiese Wind wegfällt. 🙂

    LG,
    Anne

  3. Anne, hier gibt es nur Variationen vom WInd, das er wegfällt, kommt nicht vor 😉 Vielleicht kommt er aber das nächste Mal von hinten, da ist die erste Einheit leichter. Ansonsten schauen wir mal, könnte gut sein, dass die nächste Tempoeinheit 42 km lang ist 🙂

  4. Den ersten Absatz könnte ich ja so unterschreiben *lach* So geht es mir je nach Lauf auch.
    Subjektives Körpergefühl mit der Pace abgleichen, damit meinst Du das Belastungsgefühl? Nach Belastung abzugleichen kann ich nicht gut, ich gleiche das nach Schrittgefühl ab, so kann ich die Pace gleichmäßig halten und auch gut schätzen, wenn ich mal wieder so Blindeinheiten laufe, da das Belastungefühl schon mal schwankt, im Sinne von es fühlt sich schwerer oder lockerer an als es eigentlich ist. Wobei wenn es dann läuft geht es dann auch mit dem Belastungsgefühl. Schwer würde mir das bei Gegenwind fallen, da es da immer etwas schwerer wird und ich da dann seltsamerweise eher schneller werden würde, trotz höherem Belastungsgefühl. Da klappt es mit dem Laufgefühl der Beine dann aber immer noch.
    Liest sich gut Dein Training, momentan scheinst Du es mit/neben dem Job gut hinzubekommen, oder?

    Schöne Ostertage noch für Dich/Euch! 🙂

  5. Michi, ich vergleiche immer mehrere Sachen. Zum einen, ob die angezeigte Pace zur tatsächlichen Geschwindigkeit passt. Ich habe nämlich festgestellt, dass der FR sich da schon mal größere Schwankungen erlaubt. Dieses Wissen gibt mir im WK die Gelassenheit nicht gleich zu überziehen, wenn auf dem Display eine 4:45 steht, wo ich doch eigentlich eine 4:12 laufen will. Zum anderen vergleiche ich die angezeigte Pace mit dem momentanen Belastungsgefühl. Und dann versuche ich noch zu ermitteln, wie sich die angezeigte Pace im WK anfühlen würde. Die beiden letzten Sachen mache ich natürlich nur bei schnelleren Läufen.

    Gerade den letzten Punkt finde ich für mich sehr wichtig, da bei mir im Training meistens alles ein bisschen schwerer geht, als im WK (HM-Tempo im Training auf 10 km finde ich hammerhart, schon das M-Tempo fällt mir auf eine solche Distanz richtig schwer). Wenigstens für den HM habe ich so eine ganz gute Orientierung, wie viel schneller ich den WK im Verhältnis zum Training laufen kann.

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