Ein länglicher Lauf

Gestern war es hier sehr schön und so fand also mein erster etwas längerer Lauf seit Jahren bei herrlichem Sonnenschein und wenig Wind statt. Noch dazu in kurz, da macht das Laufen gleich noch mal so viel Spaß.

Geplant war einmal um den Großen Binnensee, das sind etwa 20 km, durch einen kleinen Umweg wollte ich das auf 22 bis 23 km erweitern. Ich hatte ja in letzter Zeit mein in der Vergangenheit recht erfolgreiches Trainingskonzept wieder aufgenommen, welches darin besteht, dass ich pro Woche einmal etwas länger (bisher maximal 18 km, meistens eher 16 km) einmal etwas schneller (nun ja, insgesamt wohl 5 mal 1.000 m irgendwo zwischen 4:20 und 4:30 min) und der Rest wie es kommt.

Nach zwei Ruhetagen ging es recht beschwingt los, jedenfalls waren die ersten 6 km nach 31 min. auch schon erledigt und nach der ersten Stunde standen etwa 11,5 km zu Buche. Jetzt wurde es aber doch recht zäh, was vielleicht daran lag, dass es erstens recht warm war (und das bin ich in diesem Jahr noch nicht so gewohnt) und auch die Streckenlänge eher ungewohnt war. So ab Kilometer 15 hatte ich außerdem das dringende Bedürfnis, einen Schluck zu trinken. In der Vergangenheit bin ich solche Strecken immer ohne was zu trinken oder zu essen gelaufen (Ausnahmen nur dann, wenn es richtig warm und schwül war). Nun ja, ich hatte zwar Geld mit aber als ich drei Kilometer vor dem Ziel am Zeltplatz und einer Imbissbude vorbeikam, keine Lust mehr anzuhalten.

Alles in allem ein nettes Läufchen, so kann es weitergehen.

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Pappbecherkultur

Es ist wie eine Seuche. Nachdem nun überall diese unsäglichen Kaffeeautomaten Einzug gehalten haben und „normaler“ Kaffee jetzt Crema heißt und praktisch ein gestreckter Expresso ist, weil die Automaten leider, leider nur einen Behälter für die Kaffeebohnen haben und es dann natürlich diese mit Expressoröstung sind (aber Hauptsache 100% Arabica, als ob irgendjemand wüsste, dass es noch mehr Sorten geben würde), werden jetzt auch die letzten Porzellantassen durch Pappbecher verdrängt. Die sind ja so schön praktisch, man kann sie schließlich mitnehmen.

Dazu passt, dass es praktisch keine richtigen Cafès mehr gibt, so wie z.B. hier. Die heutzutage an die Bäckereien angeschlossenen Bistros atmen den Charme von Mitropabahnhofswarteräumen in Kleinstädten der DDR der 70er Jahre, das Personal ist auch genauso freundlich. Aber immerhin gab es den Kaffee wenigstens aus Tassen.

P.S. 60 km in der Woche stellen bisherigen Rekord dar, dazu noch ein paar Laufschuhe im Laufladen gekauft. Da hatte ich meinen Spaß aber dazu schreibe ich dann beim nächsten Mal was.