Pappbecherkultur

Es ist wie eine Seuche. Nachdem nun überall diese unsäglichen Kaffeeautomaten Einzug gehalten haben und „normaler“ Kaffee jetzt Crema heißt und praktisch ein gestreckter Expresso ist, weil die Automaten leider, leider nur einen Behälter für die Kaffeebohnen haben und es dann natürlich diese mit Expressoröstung sind (aber Hauptsache 100% Arabica, als ob irgendjemand wüsste, dass es noch mehr Sorten geben würde), werden jetzt auch die letzten Porzellantassen durch Pappbecher verdrängt. Die sind ja so schön praktisch, man kann sie schließlich mitnehmen.

Dazu passt, dass es praktisch keine richtigen Cafès mehr gibt, so wie z.B. hier. Die heutzutage an die Bäckereien angeschlossenen Bistros atmen den Charme von Mitropabahnhofswarteräumen in Kleinstädten der DDR der 70er Jahre, das Personal ist auch genauso freundlich. Aber immerhin gab es den Kaffee wenigstens aus Tassen.

P.S. 60 km in der Woche stellen bisherigen Rekord dar, dazu noch ein paar Laufschuhe im Laufladen gekauft. Da hatte ich meinen Spaß aber dazu schreibe ich dann beim nächsten Mal was.

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2 Kommentare zu “Pappbecherkultur

  1. Da sprichst Du mir ja sowas von aus der Seele. Ich kann zwar nicht sagen, dass es hier in der großen Stadt mit der großen Kirche keine netten Café gibt – Gott sei Dank vermehrt auch mit Sojamilch. Aber diese „Kultur“ der Pappbecher geht extrem gegen mein ökologisches Gewissen. Schmeckt ja auch nicht aus den Dingern. War kürzlich in einer Firma mit ca. 40 Angestellten. Wasser und Kaffee, Kakao, Tee etc. – alles nur als Plastik- oder Pappbechern. Mittags eine riesen Auswahl an Aufwärmessen – Aluminium. Buahh..

    Aber last but not least. Glückwunsch zu 60km – nicht zu verachten. Et wird!

  2. Noch eine, der du aus der Seele sprichst! Beschichtete Pappbecher mit Plastikdeckel und Plastikstäbchen zum Umrühren – und das alles zum Teil sogar zu Mondpreisen (speziell in der bekannten amerikanischen Kaffee-Kette – für den Preis dort würde ich eine Porzellantasse zum Mitnehmen erwarten!). Schmeckt nicht, ist eine ökologische Sauerei … und warum soll ich mit Mitte 40 schon aus der Schnabeltassen trinken?

    60 Wochenkilometer … sehr schön! 🙂

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