Greif-Jünger

na ja, von jung kann ja keine Rede mehr sein, aber das ist ein anderes Thema 🙂

Prinzipiell bin ich ja der Meinung, dass man sich sehr lange durchaus erfolgreich selbst einen Trainingsplan basteln kann. Ich habe das ja auch mal einige Zeit gemacht. Dabei bin ich einmal in der Woche eine schnelle Einheit gelaufen, einmal eine längere Runde und den Rest habe ich damit aufgefüllt, was kam und ging (also sowohl was die Länge als auch die Intensität betrifft). Wenn man das eine Zeit lang macht, kann man schöne Erfolge erzielen. Das Ganze kann man dann noch mit ein bisschen Literatur verfeinern, Jack Daniels „Die Laufformel“ ist da ganz wunderbar geeignet.

Warum habe ich nun doch wieder (wie schon vor einigen Jahren) einen Greifplan bestellt? Nun zum einen, weil ich es kann 😉 Zum anderen habe ich diesmal eine realistische Steuerzeit für die 10 km eingegeben, d.h. eine Zeit von der ich glaube, dass ich sie im Moment tatsächlich laufen kann. Beim ersten Greifplan hatte ich eher meine Wunschzeit angegeben. Dazu noch 5 Trainingstage, das führte dazu, dass nach 8 Wochen (inklusive 4 Wochen Regeneration) im Prinzip die Luft raus war. Zum einen schaffe ich auf Grund meiner Reisetätigkeiten 5 Greifeinheiten (mit Umfängen von insgesamt durchschnittlich 80 – 100 km) nicht oder wenigstens nicht halbwegs regelmäßig, zum anderen war das Tempo war gemessen an der einzelnen Einheit machbar, aber in Summe eben eher nicht. Irgendwann habe ich es dann aufgegeben.

Diesmal also eine Steuerzeit von 42 Minuten (schon als Zielzeit), dazu nur 4 Trainingstage, anfänglich nur 70% Umfang, und eine Tempostufe (4 sek.) weniger. Damit treffe ich in der jetzigen Regenerationsphase exakt mein normales Dauerlauftempo, bzw. dieses ist ein wenig schneller. Das lässt mich hoffen, dass das diesmal besser klappt und ich mal testen kann, ob der Plan für mich für eine Marathonvorbereitung taugt. Grundsätzlich sind meine Unterdistanzzeiten ja nicht so schlecht, es wäre einfach schön, wenn ich es schaffen würde diese Pace mal über die Marathondistanz zu bringen.

So habe ich hoffentlich bei nur 4 Trainingstagen genug Spielraum das Training so zu verschieben, dass es dem Sinn nach erhalten bleibt und trotzdem in meine Woche reinpasst. Und es sicher auch mal wieder ganz angenehm, sich nicht immer überlegen zu müssen, was laufe ich heute, sondern sich einfach zu sagen, laufe ich halt das, was der Plan will.

Grobes Ziel ist der Hamburg-Marathon im Frühjahr.