Eiersalat

Selbst auf die Gefahr hin, dass sich die Rezepte hier häufen. Essen muss man ja schließlich.

Eiersalat also. Eigentlich ganz einfach und schnell selbst gemacht, merkwürdigerweise war das aber das erste Mal. Für eine überschaubare Menge für zwei Personen nehme man:

  • 3 hart gekochte Eier (nicht zu hart, ich habe sie ca. 8 min. kochen lassen)
  • eine halbe Mandarine
  • Schnittlauch, Petersilie (beides waren bei mir gefriergetrocknete Reste)

Für die Marinade:

  • 1 Eigelb
  • jeweils einen halben Teelöffel Senf und Meerrettich
  • Sonnenblumenöl

Das Eigelb mit dem Senf und dem Meerrettich verrühren. Danach unter gleichmäßigem Rühren das Öl hinzugeben, so dass eine cremige Mayonnaise entsteht. Die geschälten und klein gewürfelten Einer mit den filetierten und klein geschnittenen Mandarinen vermischen. Salzen und pfeffern und die Marinade darüber geben. Schnittlauch und Pertesilie hinzufügen – Fertig!

Bei Salaten ist es ja immer gut, sie ein bisschen ziehen zu lassen, so auch hier. Eine halbe Stunde sollte reichen. Einen eventuellen Rest kann man abgedeckt ein, zwei Tage im Kühlschrank lagern.

Heute: Spinatpizza

Bevor der Spinat im Garten komplett von den Hühnern gefressen wird dachte ich mir, dass er auch den Grundstock für eine Pizza bilden könnte. Außerdem ist das eine gute Gelegenheit, die Reste im Kühlschrank ein wenig zu dezimieren.

Als erstes also der Hefeteig. Dazu ca. 250 g Mehl mit einem halben Esslöffel Salz vermischen und einen guten Schuss Olivenöl hinzugeben. Dann einen Viertel Würfel frische Hefe in etwa 170 ml lauwarmen Wasser auflösen und dieses dann mit den Mehl zu einem glatten Teig verarbeiten. Danach das ganze an einem nicht zu warmen aber auch nicht zu kalten Ort etwa 3 h gehen lassen.

Für den Belag habe ich im Kühlschrank eine halbe gelbe Paprikaschote und etwa 150 g frische Pilze gefunden. Dazu kommen noch ein paar Tomaten (je nach Größe etwa 2 bis 4) und eine Zwiebel. Ach ja und etwa 2 bis 3 Hände voll frisch geflückten Spinat. Dieser wird gewaschen und grob geschnitten (die Stiele lasse ich übrigens dran). Zusammen mit 2 gehackten Knoblauchzehen wird dieser dann in einer Pfanne in etwas Olivenöl kurz angeschwitzt.

Jetzt den Teig auf einem mittelgroßen Pizzablech verteilen und mit etwas Tomatenmark bestreichen. Danach verteile ich die Zutaten in der Reihenfolge: Paprika – Zwiebeln – Tomaten – Spinat – Pilze (auch kurz angeschwitzt). Ganz oben kommt reichlich Käse drauf. Alles in den vorgeheizten Ofen (Pizzastufe bei 220 Grad) und nach etwa 20 min. ist die Pizza fertig. Mir und denen, die sie bisher probiert haben, schmeckt es!

Mal wieder ein Rezept

Nein, ich bin kein Vegetarier und wahrscheinlich werde ich auch nie einer werden. Aber natürlich koche ich auch Gerichte, in denen kein Fleisch vorkommt, ja noch nicht mal Fleischbrühe. So zum Beispiel eine herrliche Tomatensuppe, die ich euch heute vorstellen möchte. Gefunden habe ich diese Suppe vor einiger Zeit bei Jamie Oliver. Meistens wandle ich ja die Rezepte aus Kochbüchern etwas ab, weil entweder irgendwelche exotischen Zutaten verlangt werden, die man vielleicht in München, Berlin oder Köln bekommt, die ich aber bei meinem örtlichen Händler (wenn überhaupt) Wochen im voraus bestellen müsste. Manchmal habe ich auch einfach das Gefühl, eine andere Zutat passt besser und das ist ja das schöne am Kochen: Mit guten Zutaten schmeckt fast alles, im Gegensatz zum backen, wo man sich doch sehr genau an die Rezepte und vor allem an die Mengen halten muss, weil es sonst einfach nichts wird.

Diese Suppe koche ich immer fast genauso nach, nur an einer Stelle weiche ich ein bisschen ab, aber das hat eher was damit zu tun, dass ich eine etwas geringwertige Zutat durch etwas hochwertigeres ersetze und nicht ganz was anderes nehme. Die Mengen, die ich angebe reichen für etwa 2 bis 3 Personen, als Vorsuppe auch für ein paar Leute mehr. Nun aber zu den benötigten Zutaten.

Man braucht eine mittelgroße Möhre, eine mittelgroße Zwiebel, eine Knoblauchzehe und 1 Stange Sellerie. Im Grunde ist es natürlich egal, ob die Möhre und die Zwiebel mittelgroß oder einfach nur groß oder eher klein sind. Da es aber eine Tomatensuppe und keine Gemüsesuppe werden soll, sollte man ein bisschen auf das Gesamtverhältnis achten. Der Sellerie ist sehr geschmacksintensiv, da sollte man eher etwas weniger als zuviel nehmen. Außerdem braucht man noch 1 Büchse Tomaten (400 g) und etwa 3 bis 4 möglichst reife frische Tomaten. Im Originalrezept steht jetzt 1 Brühwürfel (Gemüse- oder Hühnerbrühe), den man dann in 900 ml Wasser auflöst. Stattdessen verwende ich einen Gemüsefonds, den man fertig im Laden kaufen kann. Salz, Pfeffer, 1 Topf mit frischem Basilikum und ein Eßlöffel gutes Olivenöl runden das Ganze ab.

Weil die Suppe dann recht schnell geht, bereite ich alle Zutaten vorher soweit vor, dass ich mich dann voll auf’s Kochen konzentrieren kann. Also die Zwiebeln schälen und grob würfeln, die Möhre und die Selleriestange in dünne Scheiben schneiden und den Knoblauch ebenfalls schälen und in Scheiben schneiden. Die Tomaten klein scheiden, die Schale und die „Innereien“ kann man in diesem Fall mitverwerten. Die Tomaten aus der Dose nehmen und ebenfalls klein scheiden.

Wenn man es bis hierher geschafft hat, ist der Rest einfach. Man nimmt einen mittelgroßen Topf und erhitzt in ihm das Öl (allerdings nur auf mittlerer Flamme). Dann gibt man die Möhre, den Sellerie, den Knoblauch und die Zwiebel dazu und lässt das ganze solange dünsten, bis die Zwiebeln glasig werden.  Das sollte so etwa 8 bis 10 Minuten dauern. Hin und wieder rührt man alles während dieser Zeit um, ansonsten lässt man den Deckel auf dem Topf. Nach 10 Minuten giesst man den Gemüsefonds auf und gibt die Tomaten und natürlich auch die Soße von den Dosentomaten dazu. Alles wird jetzt gut umgerührt und zum Kochen gebracht, danach lässt man die Suppe noch ungefähr 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln. Die Zeit kann man jetzt nutzen und die Basilikumblätter abzupfen, waschen und grob kleinzuschneiden.

Nachdem die 10 Minuten rum sind, gibt man die Basilikumblätter zur Suppe dazu, nimmt die Suppe vom Herd und würzt sie mit ein wenig Salz und etwas mehr Pfeffer. Dann wird die ganze Suppe mit einem Stabmixer pürriert. Ich bin ja sonst nicht so der Freund von pürrierten Suppen, aber hier ist es natürlich zwingend notwendig, weil sich erst dadurch geschmacklich alles so fügt, wie es sein muss. Abschmecken muss man die Suppe übrigens nicht, denn erstens gilt, wer kostet ist feige und zweitens, aus welchem Grunde sollte die Suppe denn nicht schmecken? Zur Dekoration kann man noch ein paar ganze Basilikumblätter hinzutun, wenn man die Suppe serviert.

Viel Spass beim Nachkochen und guten Appetit!

Bunter Salat

Weil wir keine Lust auf ein Abendbrot hatten, das nur aus Brot mit Wurst besteht, habe ich gestern wieder einmal einen „Bunten Salat“ gemacht. Dabei schaue ich in den Kühlschrank, überlege mir was zusammen passen könnte und was ich noch dazu tun muss, damit es eine halbwegs vollwertige Mahlzeit wird. So ein Salat ist auch eine schöne Möglichkeit, alles das loszuwerden, was schon eine Weile im Kühlschrank sein Dasein fristet und weg muss, bevor es schlecht wird.

Basis meines Salates gestern waren jeweils eine rote und eine grüne Paprikaschote. Damit war schon mal für Farbe im Salat gesorgt. Dazu kamen noch zwei Eier, die ich gut 6 Minuten kochte. Da sie recht groß waren, waren sie also noch nicht hart aber auch nicht mehr ganz weich. Als ich die Eier abpellen wollte, ist mir aufgefallen, dass es wohl keine so gute Idee war, die ganz frischen zu nehmen. Es gibt ja Leute, die glauben, ob sich ein Ei gut oder schlecht pellen ließe hängt davon ab, wie gut man das Ei abgeschreckt hat. Aber Pasta oder Gemüse schreckt man ja auch nicht ab, um sie besser pellen zu können, sondern um den Garprozeß zu beenden. Ganz frische Eier lassen sich nun mal nicht oder nur sehr schwer pellen, je älter sie werden, um so besser geht es.

Zu den Paprika und den beiden Eiern kam nun noch eine Zwiebel, die ich mittelgrob würfelte. Dann fand ich im Kühlschrank noch ein paar einlegte, grüne Oliven. Die viertelte ich und gab sie zum Salat dazu. Eine Scheibe Toastbrot schnitt ich in Würfel und machte in der Pfanne Croutons daraus. Dabei hatte ich die Möglichkeit, die restliche Kräuterbutter zu verbrauchen. Das ganze rührte ich gut durch und tat noch ein wenig Oliven-, Raps- und Sonnenblumenöl dazu. Jetzt sah das Ganze schon sehr gut aus, da viel mir noch ein Stück Parmesankäse in die Hände. Also rieb ich noch eine schöne Schicht Parmesankäse über die beiden Salatportionen. Es sah gut aus, schmeckte auch gut und war hoffentlich auch nicht ganz ungesund.

Kleine philosophische Betrachtung …

… über die richtige Zubereitung von Bratkartoffeln.

Da es ja läuferisch im Moment nichts zu berichten gibt und die Laufpause auch noch ein paar Tage anhalten wird, will ich mal eine neue Rubrik eröffnen und werde in loser Folge ein paar Rezepte veröffentlichen. Den Anfang sollen heute Bratkartoffeln machen, eine wie man meinen sollte leichte Angelegenheit.

Allerdings, so einfach scheint es nicht zu sein, denn lange Zeit war es so, dass egal was ich tat, die Bratkartoffeln immer irgendwie matschig und so gar nicht schön cross wurden. Irgendwann erinnerte ich mich, dass ich bei meiner Oma immer die perfekten Bratkartoffeln gegessen hatte. Nun war meine Oma sicherlich eine gute Köchin, aber andererseits sind Bratkartoffeln ja nicht so schwer. Nach einiger Zeit kam ich dahinter, dass sie einen Gasherd hatte, wohingegen ich immer nur einen Elektroherd besaß. Auch die modernen Ceranfelder boten keine Abhilfe. Als wir uns vor einiger Zeit eine neue Küche gekauft haben war ich nahe dran, einen Induktionsherd zu kaufen, weil der Verkäufer mit dem Argument kam: „Der ist fast wie ein Gasherd“. Nun ist fast ja nicht ganz und da ich dann auch noch sämtliche Töpfe hätte austauschen müssen (nur die paar alten aus längst vergangenen DDR-Zeiten waren magnetisch), ließen wir es dann doch und ich verabschiedete mich von der Möglichkeit, vernünftige Bratkartoffeln machen zu können.

Dann hatte ich eines Tages die Idee, unseren neuen Wok als Bratkartoffelpfanne einzusetzen und siehe da, das Problem war gelöst, von Stund‘ an werden die Bratkartoffeln wieder so, wie man sie sich vorstellt. Nicht matschig und zusammengepappt, sondern cross und luftig. Und wer es bis hier her ausgehalten hat, für den gibt es jetzt auch noch das Rezept. Auf Mengenangaben verzichte ich bewußt, man muss halt schauen, dass alles einigermaßen zusammenpasst. Da das Gericht Bratkartoffeln heißt, sollten also die Kartoffeln dominieren 🙂

Zutatenliste:

  • rohe Kartoffeln
  • frische Champignons
  • Zwiebeln
  • 1 roten Paprika

Kartoffeln schälen und in hauchdünne, möglichst gleich große Scheiben schneiden. Ich versuche immer möglichst mittelgroße Champignons zu bekommen, die ich dann nur grob in vier Teile schneide. Zwiebeln schälen und ebenfalls grob würfeln. Genauso verfahre ich mit dem Paprika.

Im Wok erhitze ich ein wenig Öl und brate darin dann die Kartoffelscheiben. Je dünner die Kartoffeln geschnitten sind, um so schneller geht das. Erst wenn die Kartoffeln praktisch gar sind (was man durch eine Bißprobe leicht heraus bekommt), würze ich diese mit Salz und Pfeffer aus der Mühle und mit Paprikapulver. Danach gebe ich die Zwiebeln und den gewürfelten Paprika hinzu und ein paar Minuten später die geviertelten Pilze. Das Ganze braucht man nun bloß noch ein paar Mal durchzuschwenken und schon ist alles fertig. Dazu gibt es bei uns immer Gewürzgurken und ich trinke ganz gern ein Bier dazu (dann sollte ich aber an diesem Tag schon gelaufen sein).

Die Vorbereitung der Zutaten ist relativ aufwändig aber alles in allem sollte man nicht länger als 2 Stunden für die Zubereitung benötigen.