Ein bisschen hiervon und ein wenig davon

Wie man sieht, ist mir keine Überschrift eingefallen. Das liegt daran, weil dieser Beitrag ein kleines Sammelsurium aus verschiedenen Themen ist.

Zunächst noch ein paar Worte zum letzten Jahr. Mit 1.705 km bin ich dann doch etwas mehr gelaufen, als ich vermutet hatte. Es waren grauenhafte (Lauf)Monate dabei aber eben auch der Dezember mit 300 km. Das ist für meine Verhältnisse schon sehr ordentlich.

Aktuell bin ich also in der 5. Woche mit einem halbwegs ernsthaften Training und so langsam kommt auch das Tempo wieder. Heute bin ich 2 x 2.000 m einmal in 9:07 min und einmal in 8:26 min gelaufen. Sicher kann ich das Tempo aus der letzten Einheit im Moment noch keine 21 km, geschweige denn 42 km durchlaufen aber ich habe ja auch noch etwas Zeit. Bis dahin versuche ich mein Training etwas zu periodisieren, also 3 Wochen Belastung mit bis zu 80 km (im Moment) und eine Woche Entlastung mit 50 km.

Ansonsten ist der Trainingsplan von großer Schlichtheit gekennzeichnet, im Wesentlichen besteht er pro Woche aus einer schnellen Einheit, einer langen Einheit und der Rest, wie es kommt. Das lässt mir hoffentlich die nötige Flexibilität, die ich brauche. Ein starrer Plan, wie z.B. von Greif, ist für mich einfach zu frustrierend. Mit meinem Plan hatte ich vor ein paar Jahren schon mal recht gute Erfolge.

Allen Laufverrückten und auch allen anderen wünsche ich ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

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Soll ich oder soll ich nicht?

Im Dezember werde ich etwa 250 bis 270 km laufen, d.h. ich habe seit einer halben Ewigkeit wieder einmal kontinuierlich trainiert. Da stellt sich natürlich gleich wieder die Frage: Soll ich noch einmal einen Marathon laufen oder lasse ich es lieber doch sein. Soll ich mir also noch einmal den Stress einer einigermaßen gezielten Marathonvorbereitung antun? Denn dass ich 42 km so halbwegs am Stück laufen kann, weiß ich ja. Also geht es wieder nur um die Zeit.

Meine Bestzeit liegt irgendwo um die 3:19 h, im Vergleich zu meiner HM-Bestzeit von 1:27 h ist die eher schlecht, ich könnte vielleicht eine 3:10 h versuchen, das wäre eine Pace von etwa 4:30 min/km und erscheint nach den letzten Tempoeinheiten grundsätzlich machbar.

Wenn überhaupt plane ich einen Marathon im Herbst, Münster oder Köln sind derzeit die Favoriten. Ich glaube, in beiden Fällen kann ich mir mit der Anmeldung noch ein wenig Zeit lassen und abwarten, wie die nächsten zwei, drei Monate so laufen.

Ansonsten habe ich mir kürzlich eine neue Sportuhr zugelegt, die Suunto Ambit 3 HR. Zum ersten Mal in meinem Leben laufe ich also mit einem Pulsgurt. Wer hätte gedacht, dass es mal soweit kommt? Die Uhr ist nicht schlecht, sie verfügt (sicher wie alle derartigen Uhren heutzutage) über eine Vielzahl von Auswertemöglichkeiten. Eine Schwäche habe ich jedoch leider auch schon ausgemacht: Man muss tatsächlich immer noch selbst laufen. Na ja, vielleicht schafft hier das nächste Firmwareupdate Abhilfe.

Sonntag

ich bin schon eine Weile wach als ich beschließe, aufzustehen und eine kleine Morgenrunde zu laufen. Es ist Sonntag früh um 6:00 Uhr und auch wenn das hier das Land der Frühaufsteher ist, in dem ich mich gerade befinde bemühe ich mich trotzdem, keinen unnötigen Lärm zu machen. Die Laufsachen sind teilweise noch feucht vom gestrigen Lauf. da hatte es die ganze Zeit genieselt und ich galt als Held (oder verrückt oder beides), weil ich bei dem Wetter trotzdem gelaufen bin. Heute morgen ist es zwar trocken aber die Sachen sind eben noch feucht. Das ist natürlich einigermaßen unangenehm aber was soll’s.

Als ich vor die Tür trete, ist es noch dunkel und da ist es besser, nicht auf der Landstraße zu laufen, nicht dass mich ein noch schlafender, womöglich auch noch restalkoholisierter Wagenlenker übersieht. Hier in der tiefsten ostdeutschen Provinz brennen in den Dörfern auch im letzten abgeschiedenen Winkel fast die ganze Nacht die Straßenlaternen, dazu breite Fußwege, die man um diese Zeit naturgemäß für sich hat. Auf dem Hinweg scheinen auch die Hunde noch zu schlafen, hier gibt es praktisch hinter jedem Zaun und jeder Mauer einen, alle sehr pflichtbewusst oder gelangweilt, vielleicht haben sie auch Angst, dass sie in den Topf kommen, jedenfalls wird man üblicherweise von einem mehr oder weniger wütenden Hundegebell begleitet, wenn man durch’s Dorf läuft. Heute dagegen Stille, jedenfalls auf dem Hinweg.

Ich laufe aus dem Dorf raus, über einen Feldweg zur nächsten Bahnhofsstation. dort drehe ich um und laufe den gleichen Weg wieder zurück. Ziemlich einfallslos aber mir geht es heute eher um die 5 oder 6 km. Der Plan ist, heute Nachmittag zu Hause noch mal 8 bis 10 km zu laufen und damit doch noch auf 50 km für diese Woche zu kommen. Auf dem Rückweg geschieht dann ein Wunder. Aus der Morgendämmerung lösen sich zwei in Ballonseide gewandete Walker. Vielleicht waren es auch Spaziergänger, denn einen Walkingschritt konnte ich nicht erkennen. Laut (laut sprechen hier praktisch alle) wünschen sie mir einen guten Morgen, ich erschrecke mich, wie jedesmal ein wenig, grüße aber natürlich zurück (in normaler Tonlage).

Der Lauf heute Nachmittag verläuft ereignisarm, wenn man davon absieht, dass ich mich nach 4 km fühle wie nach 35 km bei einem Marathon.

Fazit der Woche: 50,2 km -> Ziel erreicht!

Die Woche im Rückblick

… war eigentlich gar nicht so schlecht.

Seit ewigen Zeiten bin ich am Sonntag mal wieder mit meinen Laufkumpels durch die Gegend gejoggt. Aus der ehemals doch recht leistungsorientierten Gemeinschaft ist inzwischen ein Joggertreff geworden, bei  dem aber nach wie vor das Erzählen von Witzen im Mittelpunkt steht. Nur dass sich das nicht mehr bei einer Pace von deutlich unter 5 min/km abspielt und ich daher auch ohne akute Atemnot mitlachen kann.

Heute also: Stehen zwei Ehepaare an der Klippe, der eine Mann stößt seine Frau hinunter, schreit der andere „Mord, das war Mord!“. Sagt der erste: Ich kann meinen Drachen steigen lassen, wo ich will! Also immer getreu dem Motto, kein Niveau ist so tief, dass man es nicht noch unterbieten könnte.

Schön war’s! und insgesamt 54 km!

Ziemlich schwer

Irgendwie komme ich nicht mehr so richtig in Tritt. Es gibt zwar Tage, an denen läuft es ganz gut aber meistens ist es doch ein ziemlicher Krampf. Gestern z.B. etwas über 11 km in fast 1:04 h. Ein Gefühl wie eine hochschwangereKuh, nichts von wegen leicht, locker und beschwingt. Dabei laufe ich vom Gefühl her gar nicht so langsam, habe manchmal sogar etwas Körperspannung und dann schaue ich auf die Uhr und denke, gleich überholen mich die Jogger.

Wenn es eine Steigung hoch geht, ist sowieso gleich Feierabend, sagt- und kraftlos eiere ich den Hügel hoch. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich alt, also so richtig alt werde bzw. schon bin aber es ist schon frustrierend. An so etwas wie Marathon ist im Moment gar nicht zu denken, kaum bin ich mal 19 km am Stück „gelaufen“, schon bin ich drei Tage tot. Und die ganze Reiserei tut ihr Übriges. Zug, Flugzeug, Bahnhof und Flughafen sind mein eigentliches Zuhause.

So, jetzt genug gejammert, morgen wird wieder gelaufen!

Eine Woche Schweiz – eine kurze Zwischenbilanz

In dieser ersten Woche bin ich 57 km gelaufen. Das ist nicht ganz so viel, wie ich mir erhofft und vorgenommen habe aber angesichts der Tatsache, dass es hier keine flachen Abschnitte gibt, schon nicht so schlecht. Heute bin ich um den Sempacher See gelaufen, das waren ziemlich genau 19 km.

Der sportliche Höhepunkt der Woche war jedoch am Samstag. Da bin ich von Alpnachstad auf den Pilatus gewandert und weil die Sicht auf Hinweg sehr schlecht bis gar nicht vorhanden war, auch wieder zurück. Insgesamt ungefähr 3.200 Höhenmeter.

Oben auf dem Berg war leider überhaupt nichts zu sehen. Dafür riss auf dem Rückweg die Wolkendecke auf und bescherte mir grandiose Ausblicke vor allen runter zum Vierwaldstätter See. Heute wäre das Wetter vielleicht besser gewesen, aber das weiß man ja vorher nicht.

Mal sehen, ob meine Schweizer Kollegen mich morgen für verrückt erklären, wenn ich ihnen von meinem Wochenendprogramm erzähle. Den Berg zu Fuß hoch und wieder runter und am nächsten Tag um den Sempacher See hat hier im Hotel jedenfalls schon mal für Begeisterung gesorgt.

 

Mal wieder in der Zentralschweiz

oder auch Innerschweiz, wie man hier sagt. Und das gleich für 14 Tage am Stück. Die Tage werden im Wesentlichen aus Arbeiten, Laufen, Essen und Schlafen bestehen. Am Wochenende werde ich entweder auf den Pilatus hoch wandern oder / und um den Sempachersee laufen. Da war ich heute schon mal, auf dem Hinweg ging es 3 km mit einem Gefälle von teilweise 11% bergab, tja und auf dem Rückweg …

Bei der Topografie werde ich das Laufen also vor allem nutzen, um wieder ein paar Grundlagen zu legen. Für Tempoläufe Bergauf ist die Zeit noch nicht gekommen.

Grundsätzlich gibt es hier übrigens sehr viele gut ausgeschilderte Wanderwege, die vor allem auch von den Einheimischen auch an normalen Wochentagen nach Feierabend rege benutzt werden. Eigentlich auch kein Wunder bei der schönen Gegend hier.