Kleine philosophische Betrachtung …

… über die richtige Zubereitung von Bratkartoffeln.

Da es ja läuferisch im Moment nichts zu berichten gibt und die Laufpause auch noch ein paar Tage anhalten wird, will ich mal eine neue Rubrik eröffnen und werde in loser Folge ein paar Rezepte veröffentlichen. Den Anfang sollen heute Bratkartoffeln machen, eine wie man meinen sollte leichte Angelegenheit.

Allerdings, so einfach scheint es nicht zu sein, denn lange Zeit war es so, dass egal was ich tat, die Bratkartoffeln immer irgendwie matschig und so gar nicht schön cross wurden. Irgendwann erinnerte ich mich, dass ich bei meiner Oma immer die perfekten Bratkartoffeln gegessen hatte. Nun war meine Oma sicherlich eine gute Köchin, aber andererseits sind Bratkartoffeln ja nicht so schwer. Nach einiger Zeit kam ich dahinter, dass sie einen Gasherd hatte, wohingegen ich immer nur einen Elektroherd besaß. Auch die modernen Ceranfelder boten keine Abhilfe. Als wir uns vor einiger Zeit eine neue Küche gekauft haben war ich nahe dran, einen Induktionsherd zu kaufen, weil der Verkäufer mit dem Argument kam: „Der ist fast wie ein Gasherd“. Nun ist fast ja nicht ganz und da ich dann auch noch sämtliche Töpfe hätte austauschen müssen (nur die paar alten aus längst vergangenen DDR-Zeiten waren magnetisch), ließen wir es dann doch und ich verabschiedete mich von der Möglichkeit, vernünftige Bratkartoffeln machen zu können.

Dann hatte ich eines Tages die Idee, unseren neuen Wok als Bratkartoffelpfanne einzusetzen und siehe da, das Problem war gelöst, von Stund‘ an werden die Bratkartoffeln wieder so, wie man sie sich vorstellt. Nicht matschig und zusammengepappt, sondern cross und luftig. Und wer es bis hier her ausgehalten hat, für den gibt es jetzt auch noch das Rezept. Auf Mengenangaben verzichte ich bewußt, man muss halt schauen, dass alles einigermaßen zusammenpasst. Da das Gericht Bratkartoffeln heißt, sollten also die Kartoffeln dominieren 🙂

Zutatenliste:

  • rohe Kartoffeln
  • frische Champignons
  • Zwiebeln
  • 1 roten Paprika

Kartoffeln schälen und in hauchdünne, möglichst gleich große Scheiben schneiden. Ich versuche immer möglichst mittelgroße Champignons zu bekommen, die ich dann nur grob in vier Teile schneide. Zwiebeln schälen und ebenfalls grob würfeln. Genauso verfahre ich mit dem Paprika.

Im Wok erhitze ich ein wenig Öl und brate darin dann die Kartoffelscheiben. Je dünner die Kartoffeln geschnitten sind, um so schneller geht das. Erst wenn die Kartoffeln praktisch gar sind (was man durch eine Bißprobe leicht heraus bekommt), würze ich diese mit Salz und Pfeffer aus der Mühle und mit Paprikapulver. Danach gebe ich die Zwiebeln und den gewürfelten Paprika hinzu und ein paar Minuten später die geviertelten Pilze. Das Ganze braucht man nun bloß noch ein paar Mal durchzuschwenken und schon ist alles fertig. Dazu gibt es bei uns immer Gewürzgurken und ich trinke ganz gern ein Bier dazu (dann sollte ich aber an diesem Tag schon gelaufen sein).

Die Vorbereitung der Zutaten ist relativ aufwändig aber alles in allem sollte man nicht länger als 2 Stunden für die Zubereitung benötigen.

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